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CINE POR MUJERES - Frauen machen Kino – 2016

Von 14. bis 18. November 2016 zeigen wir im Admiral Kino in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes eine Reihe von aktuellen Filmen spanischer Regisseurinnen.

Montag, 14. November        19.00      15 años y un día
Dienstag, 15. November      17.30      Las maestras de la República
                                              18.45      Els nens salvatges
Mittwoch 16. November       17.30      La plaga
Donnerstag, 17. November  17.30      Todos están muertos
Freitag, 18. November          17.00      La décima carta

Von Frauen gemachtes Kino hat zwar mittlerweile einen fixen Platz in der spanischen Film-landschaft, spielt aber immer noch in einer eher untergeordnete Rolle in Bezug auf die Prä-senz von Frauen in künstlerischen und technischen Berufen. Innerhalb des Kinoprogramms des Instituto Cervantes, ist die Präsentation der bemerkenswertesten Filme, die von Frauen gemacht werden, eine Konstante bei den Bemühungen, die Sichtbarkeit ihrer differenzierten Position in den verschiedenen Produktionssphären des spanischen Kinos zu erhöhen. Daher werden in diesem Programm sechs Spielfilme vorgestellt.

Die spanische Filmindustrie (eine der größten in Europa) hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Rückgang erlitten. Die damit einher gehende Verringerung von produzier-ten Filmen ist eine Reaktion auf die notgedrungene Reorganisation ihrer kreativen und pro-duktiven Kapazitäten und dies wiederum hat krisenhafte Auswirkungen auf die heutige mo-derne Gesellschaft. Es ist auch eine Folge der Krise des Finanzsektors und seine Finanzie-rungsmodelle. In diesem Zusammenhang haben besonders Frauen diesen Effekt zu spüren bekommen und die Anzahl von Produktionen pro Jahr mussten drastisch reduziert werden.

Mit der Jahrtausendwende sind zudem auch latente Probleme offensichtlich geworden, wie z.B. die Produktion von Filmen außerhalb des Mainstreams zu fördern, denn die Filmindust-rie setzt immer mehr auf sichere Modelle, die spektakuläres Kino versprechen und Genre-Filme (Horror, Thriller) produzieren. Damit bleiben für alternative Vorschläge für unabhängi-ge Filme, mit kreativem Impetus gemacht, zu wenig bis gar kein Budget übrig.

Der spanische Film konnte bisher sehr gut eine sehr deutliche Lücke zwischen den beiden Bereichen, dem kommerziellen und dem Arthouse-Bereich, als Zeichen seiner Identität, zu-mindest für das nationale Publikum, ausfüllen. Diese Position wird aber immer schwieriger zu halten, denn die Geschichten von gewöhnlichen Menschen und ihrer Sichtweisen nehmen im Bereich der Spielfilme kontinuierlich ab. Aber genau hier war der Platz an dem Filme von Frauen gemacht wurden und sie haben sich auch in diesem Bereich sehr wohl gefühlt.

Und so ist es gekommen, insbesondere wenn man sich die Produktionszahlen von 2014 an-sieht, dass von den 159, am Filminstitut (ICAA) registrierten Filmen, nur 22 von Frauen ge-macht waren.

 

Das Programm

Das Programm “Frauen machen Kino” stellt 6 Werke vor, die als sehr gute Beispiele für die Professionalität der Regisseurinnen gelten können.

Zum einen haben wir zwei renommierte Regisseurinnen, die Geschichten über die Welt der Jugendlichen und ihre Schwierigkeiten, sich in der Erwachsenenwelt zurechtzufinden. Da erzählt Gracia Querejeta in ihrem Film “15 años y un día” (15 Jahre und ein Tag) von einem Jungen, dessen Mutter ihn zu seinem Großvater aufs Land schickt, damit er aus seinem Um-feld herauskommt und ein Vorbild findet. Patricia Querejeta wiederum begibt sich in “Els nens salvatjes” (Los niños salvajes/ Die wilden Kinder) in die Welt von drei Jugendlichen und ihrem Lernumfeld in einer Schule, wo sie über ihre Probleme, sich an die Erfordernissen des Unterrichts anzupassen, nachdenken, ebenso wie über ihre schwierigen Begegnungen mit ihren Eltern.

Auf der anderen Seite werden zwei Filme gezeigt, die beispielhaft für den spanischen Do-kumentarfilm sind. In Richtung informativer Dokumentarfilm mit historischem Hintergrund geht das Werk “Las maestras de la República” (Die Lehrerinnen der Republik) von Pilar López Solano, in dem sie die Erziehungsarbeit und die Neuerungen, die diese junge Lehrerinnen in jener Zeit einführten, um Ausbildungen und Modernisierung in einem Land voranzutreiben, dass gebietsweise in enormer Rückständigkeit und Analphabetismus gefangen war.

Der innovative Dokumentarfilm “La plaga” von der Regisseurin Neús Ballús ist im Erzählstil des Nonfiction gehalten und porträtiert, ineinander verflochten, verschiedene Persönlichkei-ten in ihrem Alltag. Schlussendlich entsteht ein diversifiziertes Bild von Personen und ihren Identitäten als Beispiel unserer heutigen Gesellschaft.

Zum Schluss gibt es noch zwei Filme die diesen Zyklus abschließen. Auf der einen Seite ha-ben wir den Film von Beatriz Sanchís Todos están muertos, der die Geschichte von Lupe er-zählt, die zusammen mit ihrem jugendlichen Sohn, der sie verabscheut, lebt, krank mit Ago-raphobie und im Haus eingesperrt; Sie hatte davor ein ganz anderes Leben gelebt, als sie in den achtziger Jahren ein Rockstar war. Dies ist ein Film mit magischen und esoterischen Elementen, der durch seine weiblichen Figuren eine Geschichte der Überwindung bebildert, untermalt mit einem Soundtrack der uns in diese Vergangenheit mitnimmt.

Auf der anderen Seite haben wir den Dokumentarfilm Basilio Martín Patino. La décima car-ta, der von jenen neun Briefen ausgeht, die der Filmemacher 1966 an Berta geschrieben hatte, und gleichzeitig sein erster Film Nueve cartas a Berta im Rahmen des “Neuen spani-schen Films” war.

 

15 años y un día

Regie: Gracia Querejeta. Mit Arón Piper (Jon), Maribel Verdú (Margo), Tito Valverde (Max), Belén López (Inspectora Aledo), Susi Sánchez, Boris Cucalón, Pau Poch, Sofía Mohamed. Spanien, 2013, Drama, 96 min., Empfohlen ab 12 J., Spanisch mit UT (Englisch, Französisch und Portugiesisch)

Inhalt: Jon, ein rebellischer Teenager, gerät in schlechte Gesellschaft. Um ihn aus dieser komplizierten Situation zu bekommen und den Rausschmiss aus der Schule zu verhindern, schickt ihn seine Mutter in eine Kleinstadt zu seinem Großvater, einem pensionierten Solda-ten, der im Bosnien-Krieg gedient hatte. Der strenge alte Mann versucht nun, dem Jungen Bildung und Disziplin zu lehren.

Trailer: http://vimeo.com/64386652

Termin: Montag, 14. November, 19.00

Las maestras de la República

Regie: Pilar Pérez Solano. E 2013, Dokumentarfilm. 63 min. Panisch mit UT (Englisch, Französisch und Portugiesisch)

Inhalt: Republikanische Lehrerinnen waren mutige und engagierte Frauen, die an der Erobe-rung der Frauenrechte und der Modernisierung der Bildung teilgenommen haben, und die sich auf das Prinzip der öffentlichen und demokratischen Schule beriefen. Dieser Dokumen-tarfilm zeigt mittels Spielszenen beispielhaft das Leben einer Lehrerin von damals, gemein-sam mit noch unveröffentlichten Bilddokumenten aus Archiven. Damit soll das wunderbare Erbe, das die republikanischen Lehrerinnen hinterlassen haben und das sich bis heute erhal-ten hat, nochmals lebendig werden. Basierend auf Aussagen von ForscherInnen und Fami-lienangehörigen soll so der historischen Moment wieder geschaffen werden, um sichtbar zu machen, wie diese Lehrerinnen ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Wandel durchlebt hat-ten und wie sie durch Bildung das Landes verändern konnten.

Sinopsis: Las maestras republicanas fueron unas mujeres valientes y comprometidas que participaron en la conquista de los derechos de las mujeres y en la modernización de la edu-cación, basada en los principios de la escuela pública y democrática. Este documental a tra-vés de la recreación de una maestra de la época, e imágenes de archivo inéditas, nos descu-bre el maravilloso legado que nos han dejado las maestras republicanas y que ha llegado hasta nuestros días. Articulado en base a testimonios de investigadores y familiares, vamos a conocer el momento histórico que vivieron estas docentes y su participación en la trans-formación social de nuestro país a través de la educación.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=7XA5eoSG6LU

Termin: Dienstag, 15. November, 17.30

 

Els nens salvatges

Regie: Patricia Ferreira. Mit Marina Comas (Oky), Àlex Monner (Álex), Albert Baró (Gabi), Aina Clotet (Júlia), José Luis García Pérez (Antonio), Montse Germán (Elisa), Francesc Orella (Ángel), Marc Rodríguez (Vicenç), Clara Segura (Laura), Eduardo Velasco (Antonio), Emma Vilarasau (Judith), Ana Fernández (Rosa). Spanien, 2012, Drama. 97 min., Empfohlen ab 12 J., Spanisch mit UT ( Englisch, Französisch und Portugiesisch)

Inhalt: Alex, Gabi und Oki sind drei Jugendliche, die in einer großen Stadt leben. Sie sind für ihre Eltern, Lehrer und sich selbst unbekannte Wesen. Was ist, wenn wir könnten wissen, was sie denken und wüssten, was sie gerne tun würden? Ihre emotionale Isolation, auf die Spit-ze getrieben, hat unerwartete Folgen und wird die Gesellschaft erschüttern.

Sinopsis: Álex, Gabi y Oki son tres adolescentes que viven en una gran ciudad. Son unos des-conocidos para sus padres, profesores y para ellos mismos ¿Qué pasaría si pudiéramos sa-ber lo que están pensando y supiéramos lo qué querrían hacer? Su aislamiento emocional, llevado al extremo, tendrá consecuencias inesperadas que sacudirán a la sociedad.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-PBLtPYw_Yo

Termin: Dienstag, 15. November, 18.45

 

La plaga

Regie: Neus Ballús. Mit Raül Molist, Maria Ros, Rosemarie Abella, Iurie Timbur, Maribel Martí. Spanien, 2013. Dokumentarfilm. 85 min., Spanisch mit UT (Englisch, Französisch und Portugiesisch)

Inhalt: Scheinbar unzusammenhängenden Geschichten kreuzen sich am Rande von Barcelona: ein Bauer, der vor dem Ruin steht; eine, gerade in einer Wohnung angekommene Philippinin, in der eine alte Frau das Ende ihrer Tage entgegengeht; eine Prostituierte ohne Freier; die Vorbereitung eines jungen Moldawier auf die Ringer-Meisterschaft und eine Plage, die Fel-der und Ernten verwüstet. Die Protagonisten des Films (alle LaiendarstellerInnen, die sich selbst spielen) sehen, wie sich ihre Schicksale im fortschreitenden Sommer immer mehr verweben. Mehr als vier Jahre hat die Filmregisseurin mit den Menschen in der Gegend da-ran gearbeitet, diesen bewegenden Film über das Leben am Rande der großen Städte, zwi-schen Feldern, Straßen und Industrieparks, fertigzustellen.

Sinopsis: Historias aparentemente inconexas se cruzan en la periferia de Barcelona: la de un payés amenazado por la ruina y la de una mujer filipina recién llegada la de una anciana que se enfrenta al final de sus días y la de una prostituta que se queda sin clientes la de un joven moldavo que se prepara para un campeonato de lucha libre y la de una plaga que asola los campos y cosechas. Los protagonistas de la película (no-actores que se interpretan a sí mismos) ven cómo sus destinos se van entretejiendo mientras el verano avanza. Más de cuatro años de trabajo con la gente de la zona han servido a Ballús para construir este relato conmovedor de la vida que bulle en las afueras de las grandes ciudades, entre campos, au-topistas y polígonos industriales.

Trailer: http://vimeo.com/51745928

Termin: Mittwoch 16. November, 17.30

 

Todos están muertos

Regie: Beatriz Sanchís. Mit Elena Anaya (Lupe), Angélica Aragón (Paquita), Nahuel Pérez Biscayart (Diego), Cristian Bernal (Pancho), Patrick Criado (Víctor), Macarena García (Nadia), Patricia Reyes Spíndola (Dña. Rosario). Spanien, 2014. Drama. 89 min. Empfohlen ab 12 J. Panisch mit UT (Englisch) 

Inhalt: Wenn man Lupe zu Hause in ihrem Bademantel und Hausschlapfen so sieht, würde man nicht vermuten, dass sie in den 80er Jahren ein Rockstar war. Vorbei sind die Konzerte, der Ruhm und der Erfolg. Ihre Agoraphobie erlaubt es nicht, das Haus zu verlassen. Sie ist ganz von ihrer Mutter Paquita abhängig, eine abergläubische Mexikanerin mit großem Herz, die wiederum nicht nur mit ihrer Tochter, sondern auch mit ihrem Enkel im Teenageralter beschäftigt ist. Das Problem ist, dass Paquita die Zeit knapp wird und sie aber nicht gehen will, bevor sich ihre Tochter nicht wieder erholt hat.

Sinopsis: Viendo a Lupe encerrada en casa en bata y zapatillas nadie diría que en los 80 fue una estrella del rock. Atrás quedaron los conciertos, la fama y los éxitos. La agorafobia no le permite salir de casa. Depende totalmente de Paquita, su madre, una mexicana supersticio-sa, y de enorme corazón, que no solo se ocupa de su hija sino también de su nieto adoles-cente. El problema es que a Paquita se le acaba el tiempo y no quiere marcharse sin antes recuperar a su hija.

Tráiler: https://www.youtube.com/watch?v=sXPFiOM6GdQ

Termin: Donnerstag, 17. November, 17.30

 

Basilio Martín Patino. La décima carta

Regie: Virginia García del Pino. Spanien, 2014. Dokumentarfilm. 71 min., Empfohlen ab 7 J., Spanisch mit UT (Englisch)

Inhalt: Basilio Martin Patino hat 1966 Berta neun Briefe gesendet. Virginia Garcia del Pino versucht fast 50 Jahre später einen zehnten Brief zu schreiben. Ein gemeinsamer Brief zwischen ihr und Basilio Martín Patino, als Porträt eines Identitätsverlusts, der von Patino selbst ausge-sprochenem Gebot eintaucht „Vergessen Sie alles Normative über das, was getan werden sollte“. Was blieb vom rebellischen Studenten, der 1966 an Berta schrieb und vor dem Be-ginn einer glänzenden Karriere als Filmemacher stand.

Sinopsis: Basilio Martín Patino mandó en 1966 nueve cartas a Berta. Casi cincuenta años después, Virginia García del Pino intenta escribir la décima. Una carta compartida entre ella y Basilio Martín Patino, el retrato de una identidad en fuga que indaga, bajo el precepto enunciado por el propio Patino, “olvidarse de toda preceptiva sobre lo que se deba hacer”, qué queda de aquel estudiante rebelde que escribía a Berta en 1966, el inicio de una brillan-te trayectoria como cineasta.

Tráiler: https://www.youtube.com/watch?v=uRkSBVRrJGI

Termin: Freitag, 18. November, 17.00

 




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