Organisation: INSTITUTO CERVANTES / SPANISCHES KULTURINSTITUT WIEN
In Zusammenarbeit mit dem ADMIRALKINO (Wien).
Veranstaltungsorte:
ADMIRALKINO INSTITUTO CERVANTES
Burggasse 110, 1070 Wien Schwarzenbergplatz 2, 1010 Wien
Kartenreservierung: 523 3759 Festsaal, 2. Stock
Eintrittspreis: 6 Euro Freier Eintritt
Kombitickets (nur im Vorverkauf):
3er-Block à 15 €, 6er-Block à 24 € (Filme nach Wahl)
FACHGESPRÄCH
zum Filmschaffen von Frauen in Spanien
und Präsentation der Filmreihe
Instituto Cervantes, Schwarzenbergplatz 2, 1010 Wien
Festsaal, 2. Stock, 19.00
MARÍA CAMÍ-VELA
María Camí-Vela (Murcia, 1957) unterrichtet Film und spanische Literatur am Institut für Fremdsprachen und Literatur der Universität von North Carolina (Wilmington, USA). Sie ist Mitglied des Spanischen Verbands der FilmhistorikerInnen (AEHC - Asociación Española de Historiadores del Cine) und von NECS (European Network for Cinema and Media Studies).
Sie hat Bücher und zahlreiche Artikel zum Film- und literarischen Schaffen von Frauen veröffentlicht, ferner auch zu den Regisseurin Pedro Almodóvar und Bigas Luna.
Als Schauspielerin war sie u.a. in dem Film My Life Without Me/Mi vida sin mí von
Isabel Coixet zu sehen.
ESTHER GIMENO UGALDE
Dr. Esther Gimeno Ugalde hält am Institut für Romanistik der Universität Wien Lehrveranstaltungen zur spanischen Linguistik und zum spanischen Film.
Ihre Forschungsbereiche (und in den letzten Jahren auch ihr Forschungsschwerpunkt) sind die Hispanistik und die Katalanistik (Medienwissenschaften und Linguistik). Seit einigen Jahren widmet sie sich dem Filmschaffen spanischer Filmemacherinnen und hat zu diesem Thema mehrere Seminare und Filmzyklen veranstaltet. Sie ist Mitglied von CIMA (Asociación de Mujeres Cineastas y de los Medios Audiovisuales/Verband filmschaffender und im Bereich Medien tätiger Frauen).
INÉS PARÍS
Inés París hat Dramaturgie und Regie studiert.
Mit Daniela Fejerman hat sie zahlreiche Drehbücher für Fernsehserien und mehrere Spielfilme geschrieben. Gemeinsam haben sie auch Kurzfilme (A mí quién me manda meterme en esto, Vamos a dejarlo) und Langspielfilme wie A mi madre le gustan las mujeres (mit Rosa Mª Sardá und Leonor Watling) und Semen, una historia de amor gemacht. Inés París unterrichtet Drehbuch und hat an mehreren spanischen und internationalen Universitäten gelehrt. Sie ist darüber hinaus Präsidentin von CIMA (Asociación de Mujeres Cineastas y de los Medios Audiovisuales/Verband filmschaffender und im Bereich Medien tätiger Frauen).
Inés París
MIGUEL Y WILLIAM
Spanien, 2007, 101 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 23.03. / 19.00 Uhr
Anschließend Gespräch der Regisseurin Inés París mit der Filmhistorikerin María Camí und der Hispanistin Esther Gimeno Ugalde.
Mit Elena Anaya, Juan Luis Galiardo, Will Kemp, Geraldine Chaplin (u.a.)
MIGUEL Y WILLIAM
Leonor de Vibero, die Tochter eines spanischen, in England ansässigen Kaufmanns, muss London verlassen und nach Kastilien zurückkehren, um dort einen verwitweten Herzog zu ehelichen, der nicht nur steinreich, sondern auch sehr einflussreich ist. Sie lässt in London einen verzweifelten Geliebten zurück: William Shakespeare, einen vielversprechenden Komödienschreiber. In Spanien lernt Leonor den ehemaligen Soldaten und hadernden Schriftsteller Miguel de Cervantes kennen, der das Vertrauen in sich selbst und den Glauben an sein Können verloren hat. Dank ihrer Verführungskünste und ihres Enthusiasmus überzeugt sie ihn, aus Anlass ihrer Vermählung mit dem Herzog eine Komödie zu schreiben. Als Leonors Überzeugungskünste den Widerstand des Schriftstellers zu brechen beginnen, taucht unerwartet Shakespeare auf. Leonor gibt Shakespeare als Dienstboten aus und sieht die einmalige Gelegenheit, das Talent der beiden Schriftsteller in einem einzigen Werk zusammenzubringen. Doch die List hält nicht lange...
INÉS PARÍS
Inés París hat Dramaturgie und Regie studiert.
Mit Daniela Fejerman hat sie zahlreiche Drehbücher für Fernsehserien und mehrere Spielfilme geschrieben. Gemeinsam haben sie auch Kurzfilme (A mí quién me manda meterme en esto, Vamos a dejarlo) und Langspielfilme wie A mi madre le gustan las mujeres (mit Rosa Mª Sardá und Leonor Watling) und Semen, una historia de amor gemacht.
Inés París unterrichtet Drehbuch und hat an mehreren spanischen und internationalen Universitäten gelehrt. Sie ist darüber hinaus Präsidentin von CIMA (Asociación de Mujeres Cineastas y de los Medios Audiovisuales/Verband filmschaffender und im Bereich Medien tätiger Frauen).
Filmografie
- Rivales (2008), Drehbuch
- Miguel y William (2007), Drehbuch und Regie
- Semen, una historia de amor (2005), Drehbuch und Regie in Zusammenarbeit mit Daniela Fejerman
- A mi madre le gustan las mujeres (2002), Drehbuch und Regie in Zusammenarbeit mit Daniela Fejerman
- Sé quién eres (2000), Drehbuch
- Vamos a dejarlo (1999), Drehbuch und Regie in Zusammenarbeit mit Daniela Fejerman
- A mí quien me manda meterme en esto (1997), Drehbuch und Regie in Zus. mit Daniela Fejerman
Mireia Ros
EL TRIUNFO
Spanien, 2005, 122 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 25.03. / 18.00 Uhr
Mit Juan Diego, Ángela Molina, Francisco Conde (u.a.)
EL TRIUNFO
80er Jahre: In einem Stadtviertel, das von Ex-Legionären bewohnt wird und in dem es Kämpfe um die Kontrolle über die Straßen gibt, träumen Nen und dessen Freunde Palito, Topo und Tostao davon, in der Welt des Rumba erfolgreich zu sein.
Nen kennt von seinem Vater – genannt El Guacho –nur dessen glorreiche Vergangenheit als Rumbasänger. Und da ist noch die Beziehung seiner Mutter Chata zum Chef des Viertels, Ghandi. Als Nen dahinter kommt, warum sein Vater verschwunden ist, muss er sich, bestrebt zu siegen, seinem Wunsch nach Rache stelle.
MIREIA ROS
Die katalanische Regisseurin Mireia Ros kann auf eine lange Erfahrung als Film- und Theaterschauspielerin zurückblicken. Als Theaterschauspielerin hat sie mit Größen wie Mario Gas, Gerome Savary, Esteve Polls, Jorge Lavelly, Nuria Espert oder Jordi Messalles zusammengearbeitet. In Film und Fernsehen war sie in Arbeiten von Ricardo Franco, Emilio M. lazaro, Santiago S. Miguel, Juan Antonio Bardem, Woody Allen etc. tätig.
1992 gründete Mireia Ros die Produktionsforma Bailando con Todos.
Ihr zweiter Spielfilm, El triunfo (2005, Regie), wurde bei der Berlinale 2006 im Rahmen des Programms Panorama gezeigt.
Filmografie
- La moños (1995, Drehbuch und Regie)
- El zoo de Pitus (2000)
- El triunfo (2006, Regie)
Icíar Bollaín
MATAHARIS
Spanien, 2007, 95 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 25. 03. / 20.30 Uhr
Mit Najwa Nimri, Tristán Ulloa, María Vázquez, Diego Martín, Nuria González, Antonio de la Torre, Fernando Cayo (u.a.)
MATAHARIS
Nach dem großen Erfolg von Te doy mis ojos – der Film brachte 7 Goyas (bestes Drehbuch, bester Regisseur, bester Film) der spanischen Filmakademie – behandelt Icíar Bollaín in dem Film Mataharis das soziale Schicksal von Frauen aus der Perspektive dreier Frauen.
Carmen, Inés und Eva sind Privatdetektivinnen – allerdings ohne Hut oder Pistole. Vielmehr erledigen Sie den Einkauf, wechseln Windeln und versuchen, eine glückliche Beziehung zu führen. Während der Arbeit an der Aufklärung der Lebensumstände anderer bemerken sie bald, dass sie im eigenen Leben Lügen mit sich tragen, die ihnen selbst nicht bewusst waren, und dass es Wahrheiten gibt, die besser nicht ans Licht kommen.
ICÍAR BOLLAÍN
Die in Madrid gebürtige Regisseurin, Drehbuchschreiberin und Schauspielerin hat in zahlreichen Filmen mitgewirkt, darunter El Sur (1983, von Víctor Erice), El Mejor De Los Tiempos (1989, Felipe Vega) Tierra y Libertad (1995, Ken Loach), La balsa de Piedra (2003, Geogre Sluizer) etc.
Icíar Bollaín ist Mitglied der spanischen Filmakademie (Academia Española de Cinematografía).
Für ihren ersten Spielfilm nach Originaldrehbuch, Hola, ¿estás sola? (1995), erhielt sie beim Internationalen Filmfestival Valladolid zahlreiche Preise. Ihr zweiter Langspielfilm, Flores de otro mundo (1999) wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 1999 zum Besten Film ernannt und erhielt auch auf anderen Festivals Preise (Nimes, Bogotá, Turín, Seattle).
Te doy mis ojos (2003) erhielt drei Goyas der spanischen Filmakademie. Der Film war 28 Wochen in den Kinos und brachte es in Spanien auf 1 Million Zuschauer, ein wahrer Erfolg. Er wurde in 25 Ländern gezeigt und mit weiteren zahlreichen Preisen prämiert.
Filmografie
- Baja, Corazón (1993, Kurzfilm)
- Los amigos del muerto (1994, Kurzfilm)
- Hola, ¿estás sola? (1995)
- Amores que matan (1994, Kurzfilm)
- Flores de otro mundo (1999)
- Te doy mis ojos (2003)
- Mataharis (2007)
Chus Gutiérrez
EL CALENTITO
Spanien, 2004, 90 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 26.03. / 18:00
Mit Verónica Sánchez, Ruth Díaz und Macarena Gómez (u.a.)
EL CALENTITO
Basierend auf einer persönlichen Erfahrung der Regisseurin zeigt El Calentito voller Humor das Spanien nach der Francodiktatur: zaghaft und zugleich voller Esperimentierfreude voller Streben nach Veränderung – ganz wie die Protagonistin des Films.
Sara, eine junge, schüchterne Frau, wartet gespannt auf die Nacht, in der sie entjungfert wird. Ihr sonst konventionelles und eintöniges Leben ändert sich, als sie zufällig auf die Mädchen-Punkband Las Siux trifft, welche im Lokal El Calentito, spielen – dem Lokal schlechthin der bewegten 80er Jahre in Madrid (der sog. Movida madrileña). Durch einen Zufall wird sie zur neuen Sängerin der Band. Ihr Bühnendebüt fällt allerdings auf den Tag des Putschversuchs am 23. Februar 1981...
CHUS GUTIÉRREZ
Die aus Andalusien stammende Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Chús Gutiérrez besuchte am City College New York Vorlesungen zum Thema Film. Seit ihrer Rückkehr nach Madrid im Jahr 1987 ist sie Mitglied der Musikgruppe Xoxonees.
Der 2005 erschienene Film El calentito spielt in den 80er Jahren in Madrid, zur Zeit der legendären Movida Madrileña. El Calentito wurde beim Filmfestival für Komödien in Monte Carlo ausgezeichnet.
Filmografie:
- Sublet (1991)
- Sexo oral (1994)
- Alma gitana (1995)
- Insomnio (1997)
- Poniente (2002)
- En el mundo a cada rato (2003)
- El calentito (2004)
Judith Colell
53 DÍAS DE INVIERNO
Spanien, 2007, 91 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 26.03. / 20.00 Uhr
Mit Mercedes Sampietro, Alex Brendemühl, Aina Clotet (u. a.)
53 DÍAS DE INVIERNO
Drei Menschen treffen in einer Winternacht an einer Bushaltestelle zusammen und werden Zeugen, als jemand seinen Hund auslässt: Mila ist Lehrerin und seit einem Jahr in Krankenstand, da ein Schüler sie tätlich angegriffen hat; Celso ist ein pensionierter Wachmann, verheiratet, Vater eines Sohnes und leidet unter ernsten Geldsorgen. Er wird bald wieder Vater werden; diesmal sollen es Zwillinge werden; und da ist noch Valeria, die Chello lernt, mit ihrer eigenwilligen Familien- und Liebesgeschichte. Die drei beginnen eine Reise ins Ungewisse, die zu einer Konfrontation mit Ängsten und Frustrationen wird und jeden der drei zu einer Entscheidung führt, die das Leben jedes einzelnen verändern wird.
JUDITH COLELL
Judith Colell studierte Kunst- und Filmgeschichte an der New York University.
Sie ist Regisseurin mehrerer Kurzfilme, darunter Escrito en la piel (Goya-Nominierung für besten Kurzfilm), ferner auch Regisseurin der Kollektivproduktion El dominio de los sentidos (1997). Ihr Film Nosotras (2001) gewann den Publikumspreis in Turin, Pamplona und in Vitoria.
53 días de invierno ist Colells zweiter Spielfilm der Regisseurin, die das Certificate in Film der New York University innehat und derzeit an der Universitat Pompeu Fabram und an der Universität von Girona Drehbuch unterrichtet.
Filmografie
- Positius (2007)
- 53 días de invierno (2007)
- Fragments (2003)
- Nosotras (2000)
- El dominio de los sentidos (1997)
- Escrito en la piel (1995, Kurzfilm)
- Clara foc (1991, Kurzfilm)
Gracia Querejeta
SIETE MESAS DE BILLAR FRANCÉS
Spanien, 2007, 113 min, Orig. m. engl. UT
Admiralkino / 27.03. / 19.00 Uhr
Anschließend Gespräch der Regisseurin Gracia Querejeta mit der Hispanistin Esther Gimeno Ugalde.
Mit Maribel Verdú, Jesús Castejón, Victor Valvidia, Blanca Portillo (u. a.)
SIETE MESAS DE BILLAR FRANCÉS
Dieser auf dem Filmfestival San Sebastián mit 10 Nominierungen geehrte Film begeistert durch den Mut und die Beherztheit, mit denen die Protagonisten das Leben zu meistern versuchen, auch wenn sie noch einmal bei Null anfangen müssen. Ángela und deren Sohn Guille reisen in die große Stadt, da der Vater Ángelas unerwartet erkrankt ist. Als sie an einem warmen Sommermorgen ankommen, müssen Sie erfahren, dass Leo gestorben ist. Dessen Geliebte Charo informiert Ángela über die miserable Lage des väterlichen Lokals, in dem sieben Billardtische in Reihe aufgestellt sind, und dass mit den Jahren nicht nur an Glamour, sondern auch viel Kundschaft und Geld eingebüßt hat. Für Charo ist die Sache klar: Sie will verkaufen. Und weil alle guten, aber auch alle schlechten Dinge drei sind, erhält Ángela die Nachricht, dass ihr Mann unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Nach dieser traurigen Nachricht beschließt Ángela, aus ihrer schlimmen Lage zu kommen und sich ein neues Leben aufzubauen. Sie steckt ihre Ersparnisse in das Lokal, um dieses wieder in Schwung zu bringen.
GRACIA QUEREJETA
Gracias Querejeta studierte Alte Geschichte an der Universidad Complutense Madrid, ist aber als Tochter des Produzenten Elias Querejeta in der Welt des Films aufgewachsen. Ihr Debut hatte sie mit 13 Jahren als Schauspielerin in dem Film Las palabras de Max von Emilio Martínez Lázaro.
Sie übte sich in allen Sparten des Filmbusiness; 1981 übernahm sie die Regieassistenz für den Film Dulces horas von Carlos Saura. 1988 übernahm sie die Regieassistenz für die Serie 7 huellas und wurde für die Regie von Tres en la marca beim Kurzfilmfestival Bilbao mit dem Premio Teatro Arriaga ausgezeichnet. Für die Gemeinschaftsarbeit mit Jesús Ruiz und Nacho Pérez de la Paz El viaje del agua erhält sie den Goya für den besten spanischen Dokumentarfilm. Im selben Jahr übernimmt sie Drehbuch und Regie für La adolescencia, ein Kapitel der spanischen Fernsehserie El hombre y la industria.
Im Jahr 1992 schließlich führt Gracia Querejeta das erste Mal allein Regie: Una estación de paso, wird mit dem Jurypreis des Filmfestivals Valladolid ausgezeichnet. Gracias Querejeta wurde für ihr Werk 2008 mit dem Preis 'Ciudad de Cuenca' des Internationalen Filmfestivals Cuenca geehrt.
Siete mesas de billar francés wurde unter anderem auf folgenden Festivals premiert bzw. ausgezeichnet: 10 Goyanominierungen und 3 Goyas, 1 Nominierung und 1 Preis beim Filmfestival San Sebastián.
Filmografie
- Siete mesas de billar francés (2007, Regie)
- Héctor (2004)
- Cuando vuelvas a mi lado (1999)
- Primarias (1998, Doku)
- Di Stefano (1997, Kapitel der Serie El partido del siglo/Das Jahrhundertspiel)