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ADLERHOF

4. Juni

Ein Film mit und über Stefan Giczi

 38 Jahre war das Gasthaus Adlerhof in der Wiener Burggasse Herrn Stefans Wirkungsfeld, Regisseur Gabriel Tempea kam gern für Bier, Krautsuppe und Gespräch. Nun zeichnet sich ein Ende des Lokals ab, Speisen werden schon seit einer Weile nicht mehr gereicht, dann öffnet der Adlerhof nur noch heimlich. Tempea ist ein warmherziges, gleichsam schwermütiges Zeugnis eines Abschieds gelungen.

 

Den Überblick über seine Gäste behält Stefan Giczi, von allen nur „Herr Stefan“ genannt, mittels eigens angefertigter Piktogramme. Erinnerungsstützen, gekritzelt auf Kellnerblöcke. „Eine große Nase, darauf eine Brille“, so findet sich Regisseur Gabriel Tempea auf dem Papier wieder. Denn das Gasthaus Adlerhof in der Wiener Burggasse, dessen Inhaber der 1956 aus Ungarn geflohene Herr Stefan seit 38 Jahren ist, wird von Tempea häufig aufgesucht. Was er dort erhält? „Ein frisch gezapftes Bier im Sommer, eine scharfe Krautsuppe im Winter, ein aufmunterndes Gespräch mit dem Wirt.“ All das ist nun passé. Der Adlerhof schließt, und um Herrn Stefans Gesundheitszustand ist es nicht gut bestellt. Hier kommen Wirt, Stammgäste und Mitarbeiter/innen noch einmal zusammen – auf Schnitzel, Bier, Fußballspiel. Adlerhof ist ein warmherziges, gleichsam schwermütiges Zeugnis eines Abschieds. (Carolin Weidner, Katalogtext Diagonale 2021) 

  • Kurzdokumentarfilm
  • AT 2021
  • Farbe + SW
  • 29 MIN
  • OmeU
  • REGIE Gabriel Tempea
  • SCHNITT: Birgit Bergmann,
  • Cordula Thym
  • SOUNDDESIGN:
  • Claus Benischke-Lang

TERMIN

  • 04.06 - 20:00